Lady „Hildegard Breiner“

Dornbirn, 30. Juni 2026, inatura. Der Vorarlberger Naturschutzbund hat zur Jahreshauptversammlung geladen – mit dem Hinweis, dass an diesem Abend Obfrau Hildegard Breiner ihre Funktion abgeben wird.

Nicht nur alle drei Landesräte der Ära „Hildegard“ und viele Vertreter von Landespartnerorganisationen sind gekommen, sondern v.a. die Mitstreiter:innen der vielen Jahrzehnte, in denen sie zum Vorbild ganzer „Klima-Generationen“ geworden ist.

Hildegard Breiner, die als „Klima-Lady | Lady Klima“ nicht nur über drei Jahrzehnte Obfrau des Naturschutzbundes war, sondern öffentlich seit 1974 für unsere Natur, unsere Gesundheit, unsere Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft mit ihrer ganzen – starken – Persönlichkeit eingetreten ist, die trotz Tränengas und Nebelgranaten (Wackersdorf 1974) mit Zivilcourage einfach da stand, die nie die Fassung verloren, nie ausfällig geworden ist, die im Gegenteil mit ruhigen klaren Worten, authentischem Charme und Freundlichkeit beharrlich wenn nötig über Jahre und Jahrzehnte Ziele weiter verfolgt hat, bis sie erreicht waren. Entsprechend die Würdigungen des Abends:

Willi Sieber: „Während ich mir noch den Kopf an der Burgmauer eingerannt habe, hat Hildegard die Burg umrundet, eine (offene?) Hintertür gesucht, gefunden und war, während ich meine Beulen verarztet habe, bereits am Verhandeln.“

Erich Schwärzler: „Hildegard war nicht nur einfach dagegen, sondern gleich auf der Suche, wie es gehen könnte. Das findet man selten.“

Katharina Lins: bringt Hildegard Breiners freundliche Beharrlichkeit auf den Punkt, ihre Art, höflich und freundlich Klartext zu reden – „… wir arbeiten ‚dran …“

Jörg Dürr-Pucher (Präsident Bodenseestiftung): „… eine Meisterin des Floretts (wir haben Säbel in der Hand), … eine Kämpferin, die bereit ist zu kämpfen, die Wasserwerfern nicht ausweicht, die aber nicht verbittert ist …“ und „… gegen ein Establishment ist, ohne es zu hassen!“

Alwin Schönenberger und Bianca Burtscher zeigen typische „Hildegard-Projektideen“ auf, die natürlich nachhaltig umgesetzt worden sind.

Thomas Wrbka (Präsident Naturschutzbund Österreich): zitiert Hildegard Breiner mit „Ausdauer ist die Macht der Ohnmächtigen“, verleiht ihr den Österreichischen Naturschutzpreis und reiht sie damit in eine sehr ausgesuchte Reihe von Preisträger:innen wie Otto König und Freda Meißner-Blau ein.

Den Abschluss macht der amtierende Landesrat Christian Gantner u.a. mit den Würdigungen „… nicht nur gegen sondern auch dafür zu sein …“ und ihrer Fähigkeit, in jeder Situation eine Lady geblieben zu sein und zu bleiben, denn es ist „… in der Emotion nicht immer einfach, die richtigen Worte zu finden …“.

Bleibt noch der Vollständigkeit halber zu ergänzen, dass die Staffel (Obmann Naturschutzbund) an ein in Vorarlberg ebenfalls alles andere als unbeschriebenes Blatt, an Rainer Siegele weitergegeben ist. Ebenso die Zusage von Landesrat Christian Gantner, dass der Naturschutzrat wieder installiert werden wird.

Letztlich darf das aufliegende und rege genutzte Gästebuch für alle weiteren Glück- und sonstigen Wünsche nicht unerwähnt bleiben, mit den daraus verlesenen Worten von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen.

Auch von unserer Seite ein ganz großer Dank für Jahrzehnte unermüdlichen Einsatz für unser aller Zukunft an Hildegard Breiner, die für den Grundsatz steht, „miteinander besser sein, als man es allein je sein könnte“.

Fotos: (c) Harald Mark/naturschutzbund
Text: Sylvia Rickmann