Beste Stämme: Nadelholz sehr gefragt

Über 550 Baumstämme aus Vorarlberg und Tirol wurden im Rahmen der diesjährigen Wertholzsubmission des Waldverbandes versteigert. Etwa 180.000 Euro wurden am Wochenende bei der alljährlich stattfindenden Wertholzsubmission des Waldverbandes in Tirol an der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Rotholz erlöst. Dabei kommen ausgewählte, beste Stämme zum Verkauf.

Die besonderen Nadelhölzer sind besonders bei Furnierholzherstellern, Orgelbauern, Instrumentenholzherstellern und Tischlern beliebt. Viele der Teilnehmer der diesjährigen Wertholzsubmission nahmen für das heimische Holz eine lange Anfahrt auf sich, um bei der Versteigerung mitbieten zu können. Seit Weihnachten konnten Interessierte die ausgewählten Stämme am Lagerplatz besichtigen und anschließend ihre Gebote über eine Online-Plattform abgeben. Etwa 60 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer lieferten Stämme zur Versteigerung.
Spitzenpreise bei der Fichte
Besonders freute sich der Tiroler Waldverbandsobmann Josef Fuchs, dass wieder fünf Fichten um jeweils über 1.000 Euro versteigert werden konnten: „Die zwei teuersten Stämme der heurigen Submission waren schön gewachsene Fichten aus Wörgl und Schlitters und konnten um ein Vielfaches des Normalpreises verkauft werden. Daran wird deutlich, dass sich die Bündelung des Angebotes im wahrsten Sinne des Wortes auszahlt.“ Über den Vorarlberger Waldverband werden jedes Jahr einige Stämme bei der Submission in Tirol aufgelegt. Eine Vorarlberger Fichte aus Nenzing konnte mit einem Preis von 627.- Euro pro Festmeter (exkl. Ust) mit den Höchstpreisen sehr gut mithalten. Erstaunlich gut wurden auch nur halbseitige schöne Stämme beboten. Insgesamt wurden über 560 Kubikmeter Nadelholz verkauft, das nun den edelsten Verwendungszwecken zugeführt wird. Alle interessierten Waldbesitzer:innen können sich gerne beim Vorarlberger Waldverband für eine Teilnahme bei der nächsten Submission melden. Diese attraktive Vermarktungsschiene kann auch für besondere Laubholzstämme genutzt werden.
Verkaufszahlen 2026:
• 280 Kubikmeter Fichte zu einem Durchschnittspreis von 291 Euro pro Kubikmeter
• 140 Kubikmeter Tanne zu einem Durchschnittspreis von 191 Euro pro Kubikmeter
• 103 Kubikmeter Lärche zu einem Durchschnittspreis von 354 Euro pro Kubikmeter
• 52 Kubikmeter Zirbe zu einem Durchschnittspreis von 407 Euro pro Kubikmeter
Thomas Ölz, 5.2.2026

Mit einem Festmeterpreis von 627.- Euro konnten über 1.100.- (alle Preise exkl Ust) für einen Stamm aus Nenzing erlöst werden (alle fotos LK Vbg/Häfele).
Auch aus dem Kleinen Walsertal kam schönes Holz (Fichte 313.-/fm).
Rekordverdächtige Tanne mit 505.- Euro pro Festmeter, allerdings in Tirol gewachsen.