125 Jahre mit Wald und Holz

In Dornbirn wurde das 125 jährige Jubiläum zur Stadterhebung mit einem großen Stadtfest gefeiert. Der Wald hat in Dornbirn als grüne Lunge, Erholungsraum, Schutzwald aber auch als wichtiger Rohstofflieferant immer schon eine bedeutende Rolle gespielt. Dementsprechend stark hat sich Wald und Holz mit viel Waldwissen aber auch Spiel und Spaß präsentiert.

Für die Kinder gab es ein besten betreutes Baumklettern von Simon Fink von Forstkonzept, die Wildbach- und Lawinenverbauung zeigte an praktischen Überflutungsmodellen die Wirkung von Schutzbauten und das Wasserrückhaltevermögen von Wäldern, am Sägefahrrad und an der Mondzugsäge betreut vom Vorarlberger Waldverband, vom Waldverein und vom Forstamt der Stadt Dornbirn konnten die vielen Interessierten die Rohstofffunktion hautnah erleben. Nur alle 125 Jahre konnten die Besucher:innen ein Pferdebringung auf der Marktstraße überspannt mit einem Kippmastseilgerät erleben.
Weißtannescheibe mit 194 Jahren
Bäum erleben in ihrem Wachstumszeitraum einiges. Das 125 Jahre Stadtjubiläum von Dornbirn liegt in der Mitte des Alters einer Weißtanne. Heutige Einhand-Motorsägen oder Kippmastseilkräne gibt es im Alter der ausgestellten Weißtanne erst am Schluss ihres Wachstums. Die Jahrringscheibe erhielt eine hohe Aufmerksamkeit. Sie hatte mit ihrem Alter von knapp 200 Jahren eine Höhe von über 40 Meter, einen Durchmesser von über einem Meter und ein Volumen von etwa 16 Vorratsfestmeter.
Apropos Zuwachs – ein Einfamilienhaus pro Tag!
Der Bezirk Dornbirn hat mit einer Gesamtwaldfläche 6.300 Hektar einen jährlicher nachhaltiger Zuwachs ca 46.000 Vorratsfestmater bezogen auf die Ertragswaldfläche (75%). Damit wächst umgerechnet pro Tag in Dornbirn das Holz das für ein Einfamilienhaus benötigt wird nachhaltig nach (ca. 100 Festmeter Nutzholz pro Tag).

Schneiden mit der „Mondzugsäge“ machte den Besuchern:innen richtig Spaß (im Bild mit Betriebsleiter des Forstbetriebes der Stadt Dornbirn Andreas Scherer, Bildquelle Ölz/LK Vbg).
Stammscheibe einer Weißtanne. Jedem wird bewusst, dass Waldbewirtschaftung Denken in langen Zeiträumen erfordert (Bildquelle Ölz/LK Vbg).
Seltenes Ereignis, Blochbringung mit Pferd unter einem modernen Kippmastgerät mitten auf der Marktstraße in der 50.000 Einwohnerstadt Dornbirn.